• Festspielhaus Baden-Baden

Das 1998 neu eröffnete Festspielhaus Baden-Baden hat sich binnen zwei Jahrzehnten in die Riege der weltweit führenden Opern- und Konzerthäuser gespielt. Bedeutende Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit lassen sich von der Geschichte der einstigen „Sommerhauptstadt Europas“ neu inspirieren. Hier feiern die Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko Osterfestspiele. Valery Gergiev und das Mariinsky Theater festigen die kulturelle Brücke zwischen Russland und Westeuropa, und enge Verbindungen bestehen zur New Yorker Metropolitan Opera und ihrem Musikdirektor Yannick Nezét-Séguin. Intendant Benedikt Stampa schärft in den kommenden Jahren die Profile der vier großen Baden-Badener Festspiele zu Ostern und Pfingsten, im Sommer sowie im Herbst. Dabei operiert das 2.500-Plätze-Haus im Betrieb ohne öffentliche Mittel.

Die Kühne-Stiftung förderte im Jahr 2018 die erste Aufführung der Offenbach-Oper „Hoffmanns Erzählungen“ im Festspielhaus Baden-Baden. Für das halbszenische Projekt hatte der französische Dirigent Mark Minkowski eine prominente und spielfreudige Sängerriege um sich geschart. Charles Castronovo (Hoffmann) und Luca Pisaroni (die vier Villains) debütierten 2018 in ihren Rollen und wiesen den künftigen Weg dieser Oper. Olga Peretyatko brillierte in sämtlichen weiblichen Hauptrollen. Mit massgeblicher Unterstützung der Kühne-Stiftung konnte am 9. Juli 2019 die Verdi-Oper „Simon Boccanegra“ zur Aufführung gebracht werden. Mit Plácido Domingo in der Titelpartie wurde die szenische Oper von Valery Gergiev musikalisch geleitet. Die Inszenierung, eine Koproduktion des Mariinsky Theaters St. Petersburg mit dem Opernhaus La Fenice, Venedig und Genua, schuf Andrea de Rosa.

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