PD Dr. David Niederseer & Prof. Dr. Andreas Ziegler
Die Innovationstreiber
Am Medizincampus Davos findet sich alles, was das Herz von Menschen wie David Niederseer, Leitender Arzt in der Kardiologie der Hochgebirgsklinik (HGK) Davos, und Andreas Ziegler, Wissenschaftlicher Direktor bei Cardio-CARE, höherschlagen lässt: eine enge Verzahnung von exzellenter Forschung und klinischer Anwendung, eine hervorragende Ausstattung, Zugriff auf Netzwerke und Daten sowie Freiraum für Innovation.
Denn hier, in Davos, bündelt die Kühne-Stiftung ihre Therapie-, Forschungs- und Ausbildungskompetenz auf den Gebieten Allergologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das gemeinsame Ziel aller Campus-Einrichtungen ist es, die Entwicklung neuer, individueller Behandlungsansätze voranzutreiben, zum Wohle von Patienten auf der ganzen Welt. Dazu arbeiten die Hochgebirgsklinik Davos, Cardio-CARE, Davos BioSciences, das Christine Kühne – Zentrum für Forschung und Ausbildung im Allergiebereich (CK-CARE) und das SIAF (Swiss Institute for Allergy and Asthma Research) eng zusammen. „Eine grosse Stärke des Campus ist, dass er erfolgreich verschiedene Disziplinen und Welten zusammenbringt und so wertvolle Synergieeffekte entstehen“, betont Andreas Ziegler. Und David Niederseer ergänzt: „Forschungsergebnisse etwa werden, wo möglich, unmittelbar in medizinische Handlungsweisen übersetzt und angewendet.“ Eine echte Besonderheit am Medizincampus Davos sei zudem, dass auch er als praktizierender Arzt in hohem Mass forschen könne.
Aktuell treibt er mit Andreas Ziegler und einem 20-köpfigen interdisziplinären Team eine gemeinsame Langzeitstudie von HGK, Cardio-CARE und Davos BioSciences voran, die nur ein Beispiel für die Innovationskraft des Medizincampus ist. Es sei grossartig, ein Teil davon zu sein, betonen die beiden Kollegen. Überhaupt seien Projekte wie RECOVER nur an Orten wie diesem möglich, ergänzt Andreas Ziegler. „Wir haben hier nicht nur die wissenschaftlichen Möglichkeiten, sondern auch genügend Patienten und dank der Kühne-Stiftung die erforderlichen finanziellen Mittel. Damit sind wir eine echte Ausnahme.“ Deshalb sind die beiden sehr dankbar für das Vertrauen, das die Stiftung dem Team entgegenbringt. Nicht zuletzt, weil RECOVER laut David Niederseer das Potenzial dazu hat, die kardiologische Rehabilitation zu revolutionieren und in neue Bahnen zu lenken: „Gelänge es uns, aktuell noch offene Fragen zu beantworten und am Ende jedem Patienten das für ihn Passende zur richtigen Zeit anzubieten, wäre das ein riesiger Fortschritt.“
„Eine grosse Stärke des Campus ist, dass er erfolgreich verschiedene Disziplinen und Welten zusammenbringt und so wertvolle Synergieeffekte entstehen. “
Prof. Dr. Andreas Ziegler
Revolution der kardiologischen Reha

Ziel der 2025 gestarteten Studie RECOVER ist es, eine grosse Zahl an kardiologischen Reha-Patienten in einer Studie einzuschliessen, um hochwertige Daten zu erhalten, aus denen sich präventive Massnahmen und Therapien ableiten lassen. Bis 2035 sollen Daten von jährlich 1.200 HGK-Patienten erfasst werden. Die statistische Auswertung übernimmt Cardio-CARE; die Bioproben werden von Davos BioSciences aufbereitet und in einer Biobank gelagert. In den Studienaufbau floss im Vorfeld viel interne und externe Expertise. Es entstanden Fragebögen zu insgesamt 23 Kategorien sowie eine eigenständig entwickelte Software, die die Werte der Probanden pseudonymisiert in die Studiendatenbank überträgt. Unter anderem hofft das Team, aktuelle Lücken in kardiologischen Behandlungsrichtlinien schliessen und die Behandlung präzisieren zu können.

Rahel Schöni

Seynabou Diakhoumpa & Jens Grimm

Tobias Kratzer & Bjarke Ingels
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