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Dr. Mariam Swaleh

Ein Leben für die
Meeresforschung

Es war dieser eine Schlüsselmoment, der Mariam Swalehs akademischen Werdegang beeinflusst hat – vom Bachelor über den Master bis zur Promotion und darüber hinaus: Als Praktikantin am Kenya Marine and Fisheries Research Institute wurde sie hautnah mit dem Ausmass der Meeresverschmutzung durch Abwässer konfrontiert. „In mir erwachte die Leidenschaft, meine Chemiekenntnisse in der Meeresforschung anzuwenden“, berichtet die 40-Jährige. 

Anfangs konzentrierte sich Mariam Swaleh auf die Abwasserbehandlung mit Mikroalgen. Heute arbeitet sie an vorderster Front am Abbau von Kohlendioxid in den Meeren (marine Carbon Dioxide Removal, mCDR). Sie ist nicht nur stellvertretende Leiterin der Abteilung für Forschungsförderung an der Technischen Universität Mombasa, sondern auch Ocean-Climate Innovation Fellow von Ocean Visions und Direktorin am Ocean Climate Innovation Hub Kenya, einem von der UN unterstützten Projekt. 

Als Teil eines internationalen Forscherteams führt Mariam Swaleh Experimente zur Erhöhung der Alkalinität von Meerwasser durch – ein für mCDR vielversprechender Ansatz. In Experimenten werden grossen Meerwasserbehältern alkalische Substanzen hinzugefügt. Untersucht wird die Reaktion des Meereslebens darauf – insbesondere von Phytoplankton. Mittlerweile werden die Tests an 19 Standorten weltweit durchgeführt, auch um zu erforschen, wie verschiedene Meeresregionen auf solche Eingriffe reagieren. Die Forschung entlang der Küste Kenias voranzubringen ist allerdings mit grossen Herausforderungen verbunden: Ohne spezielle Ausrüstung und Materialien geht es nicht, doch sie zu transportieren ist teuer. Für Mariam Swaleh und ihr Team hat das Kühne Climate Center die Kosten für den Transport von Chemikalien, Verbrauchsmaterialien und anderer wichtiger Ausrüstung von Deutschland nach Kenia übernommen. 

Mariam Swaleh ist überzeugt: Die Unterstützung der Kühne-Stiftung hat die Entwicklung der lokalen mCDR-Forschung grundlegend befördert. Doch die Meeresforscherin schätzt noch weitere Vorzüge des Engagements – etwa die Einladung, auf von der Kühne-Stiftung unterstützten Veranstaltungen wie dem Africa Carbon Removal Summit zu sprechen. Denn von dieser Aufmerksamkeit profitiert noch ein weiteres Vorhaben, das ihr sehr am Herzen liegt: jungen Mädchen, besonders jenen, die an Kenias Küste leben, zu zeigen, dass auch sie in den Naturwissenschaften erfolgreich sein können. Mariam Swaleh: „Ich teile meine Arbeit, damit andere sehen, dass auch sie einen Beitrag leisten können.“

„In mir erwachte die Leidenschaft, meine Chemiekenntnisse in der Meeresforschung anzuwenden und ich hatte das Gefühl, mit meiner Arbeit einen konkreten Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten zu können.“

Dr. Mariam Swaleh 

Vom Pilotprojekt zur globalen Lösung

 

Die Ozeane absorbieren auf natürliche Weise Kohlendioxid. Bei der sogenannten mCDR-Forschung liegt der Fokus darauf, Wege zu finden, wie die Ozeane diese Aufnahme steigern können. Auf der Basis seines Logistik-Know-hows hilft das Kühne Climate Center, die nötige Technologie zu entwickeln und zu skalieren. Ziel ist es, aus einem Pilotprojekt eine weltweit relevante Lösung zu formen.

Tobias Kratzer & Bjarke Ingels

Ein Haus für alle

Prof. Dr. Arne Heinold

Forschen für die Praxis

Doris Straub Piccirillo & KD Dr. med. Michael Hitzler

Wandel durch Wissen

Andrea Bembenek-Jaimes, Amina Djoudad & Steven Roche

Wissens- und Karriereschub

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