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„Der erste Kurs war innerhalb weniger Sekunden ausgebucht“, erinnert sich Doris Straub Piccirillo, Ko-Bildungsleiterin bei CK-CARE. Im Herbst 2012 profitierten erstmals 30 Schweizer Kinderärzte vom neuen Fortbildungskurs „Allergie im pädiatrischen Alltag“. „Über 20 Prozent der Schweizer Kinder leiden an einer Allergie, Tendenz steigend, doch noch immer lernen angehende Kinderärztinnen und -ärzte wenig darüber in ihrer Grundausbildung“, so die Bildungs­expertin. Der Bedarf, Kompetenzen zu fördern und neues Wissen zu erlangen, sei also nach wie vor riesig. Doris Straub Piccirillo stellte in Kooperation mit Prof. Dr. med. Roger Lauener, Allergologen und dem Verband „Kinderärzte Schweiz“ den Lehrplan für den aus drei zweitägigen Modulen bestehenden Blockkurs zusammen. Kinderarzt Michael Hitzler ist seit der ersten Stunde in der Planung und als Kursleiter dabei. Er behandelt auch als Belegarzt für Allergien und Lungenerkrankungen im Kinderspital Zentralschweiz immer wieder Kinder mit chronischem Husten oder Asthma. „Viele ihrer Symptome gehen auf Allergien wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaarepithelien zurück. Geschulte Kinderärzte könnten sie in ihrer Praxis einfach selbst behandeln – ohne monatelanges Warten auf einen Termin im Spital“, betont er. 

Für den Kurs führte Doris Straub Piccirillo das Konzept des „Flipped Classroom“ ein: Statt durch Frontalunterricht bereiten sich die Teilnehmenden beim „umgekehrten Klassenzimmer“ individuell auf die Präsenzveranstaltung vor, indem sie sich Basiswissen mittels Lernvideos auf dem ­CK-CARE Allergie Online Campus aneignen. Auch haben sie Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen, Merkblätter, Webinare, etwa zu Heuschnupfen, Neurodermitis (Atopische Dermatitis) oder dem anaphylaktischen Schock (Anaphylaxie) - Kenntnisse, die sie dann interaktiv im Kurs anwenden. „Sie führen etwa Pricktests durch oder lernen an Beispielen aus ihrer Praxis von- und miteinander. Jedes Thema wird von einem Facharzt und Kursleitern aus der Praxis begleitet“, erklärt sie. 

„Unser Ziel ist, dass Kinderärzte das Erlernte direkt in ihrem Praxisalltag anwenden können.“ Nach Bedarf wird ein Auffrischungskurs angeboten. Michael Hitzlers Praxiskolleginnen haben bereits an dem Kurs teilgenommen. „Zu sehen, wie sie ihr Wissen umsetzen und meinen Rat immer weniger brauchen, ist für mich die grösste Motivation“, sagt er. Er selbst greife als klinischer Dozent an der Universität Luzern oft auf die Merkblätter und Methode des Flipped Classroom zurück.

„Ich bin stolz darauf, dass wir so einen erfolgreichen Kurs entwickelt haben. Ohne die Kühne-Stiftung wäre das nicht möglich gewesen. Nebst der Forschung ist die Edukation in der Medizin unerlässlich, weil sie so vieles bewegen kann“, sagt Doris Straub Piccirillo, die trotz Pensionierung weiterhin gern im Edukationsteam aktiv mitwirkt.

„Viele ihrer Symptome gehen auf Allergien wie Pollen, Hausstaub oder Tierhaarepithelien zurück. Geschulte Kinderärzte könnten sie in ihrer Praxis einfach selbst behandeln – ohne monatelanges Warten auf einen Termin im Spital. “ 

Dr. Michael Hitzler

CK-CARE Edukation

 

CK-CARE Edukation ist eine Plattform der Begegnung und des Erfahrungsaustauschs, für Wissenserwerb und -anwendung. Ihr Ziel ist es, bedarfsorientierte und praxisgerechte Lernaktivitäten für die Aus-, Weiter- und Fortbildung medizinischer Fachkräfte evidenzbasiert zu entwickeln und anzubieten. Das Umsetzen der Inhalte und Fertigkeiten im praktischen Alltag soll eine bessere Patientenversorgung ermöglichen und zur Prävention beitragen. Das von Christine Kühne initiierte CK-CARE übernimmt einen Teil der Kosten und unterstützt aktiv die Kurs-Faculty.

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