Kühne-Stiftung initiiert „Kühne Center für nachhaltige Globalisierung“ an der Universität Zürich

Die gemeinnützige Kühne-Stiftung erweitert ihre Förderbereiche Logistik, Medizin und Kultur um einen neuen Förderschwerpunkt. Die Einrichtung des „Kühne Center für nachhaltige Globalisierung“ am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich zum 1. April 2019 geht einher mit der Förderung einer „Professur für internationalen Handel“.

Ziel ist es, Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit wissenschaftlich fundierte Informationen über die Funktionsweisen und Auswirkungen der Globalisierung zur Verfügung zu stellen und neue Antworten zu den heutigen Herausforderungen des Welthandels zu präsentieren. Gegenwärtig ist eine nicht für möglich gehaltene Rückkehr des Protektionismus zu beobachten, welche die etablierte Welthandelsordnung in eine gefährliche Krise treibt und damit auch die künftige Wachstums-und Wohlstandsentwicklung bedroht. Der neue Protektionismus gedeiht auf dem Nährboden einer Globalisierungsskepsis, die sich seit der Wirtschaftskrise 2008/2009 kontinuierlich verstärkt hat und mittlerweile auch in traditionell handelsfreundlichen Ländern grassiert.

Die Forderungen nach einer Abkehr von globalen Prozessen werden lauter, sodass der weltweite Handel in eine Sackgassezu laufen droht.In derart turbulenten Zeiten braucht es überzeugende Vordenker, die die Globalisierungsdebatte durch zuverlässige und fundierte Informationen versachlichen,und neue Ansätze, um die Herausforderungen des Welthandels zu meistern. Zu diesem Zweck initiiert die Kühne-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Zürich das „Kühne Center für nachhaltige Globalisierung“, dessen Kern die „Professur für internationalen Handel“ bildet. Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne, Präsident des Stiftungsrats der Kühne-Stiftung: „Als Logistikunternehmer und Stifter habe ich mich seit jeher davon überzeugen können, dass die gesamte Weltwirtschaft einen massgeblichen Nutzen aus der Globalisierung zieht. Doch angesichts der zunehmenden Abkehr vom Freihandel gibt es Informations-und Handlungsbedarf. So müssen untauglich gewordene Regelungen beim Güter-, Kapital-und Dienstleistungsverkehr sowie beim internationalen Handelsrecht reformiert werden. Mit der Universität Zürich und deren renommiertem Institut für Volkswirtschaftslehre hatdie Kühne-Stiftung einen idealen Kooperationspartner gefunden, um dazu beizutragen, Lösungsansätze für eine nachhaltige Globalisierung zu präsentieren.“

„Die Universität Zürich will mit ihrer Forschung einen Beitrag zur Diskussion über die bedeutenden Themen unserer Zeit leisten“, erklärt Prof. Dr. Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich, die Zusammenarbeit. „Globalisierung prägt unseren Alltag in vielschichtiger Weise. Dank dieser Kooperation können wir den Forschungsbereich Internationaler Handel am Institut für Volkswirtschaftslehre weiter ausbauen und Grundlagen für die politische und gesellschaftliche Diskussion über zukünftige Modelle des Welthandels bereitstellen.

Link zur Pressemitteilung

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