Kühne Foundation

Klimaschutz braucht Logistik

KLU und Kuehne Climate Center (KCC) unterzeichnen Absichtserklärung für langfristige Zusammenarbeit

Forschung für die Praxis: Die KLU und KCC haben kürzlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, um einen praxisorientierten Ansatz für mehr Nachhaltigkeit zu fördern. Die Vereinbarung wurde am 2. Juli von Prof. Dr. Andreas Kaplan (Präsident der KLU), Dr. Immo Schmidt-Jortzig (Executive Director of Administration, KLU) und Dr. Jörg Wiese (CEO des Kuehne Climate Center) unterzeichnet. Sie umfasst unter anderem die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Forschungsprojekten.


„Klimaschutz braucht mehr als nur Visionen – er braucht Logistik. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Logistik als Motor für Klimaschutzmaßnahmen zu nutzen, indem Strukturen und Instrumente geschaffen werden, die Klimaschutzlösungen in großem Maßstab umsetzbar machen“, sagt Dr. Jörg Wiese.

Forschung in die Tat umsetzen
Diese Zusammenarbeit steht für einen praxisorientierten Ansatz in Sachen Nachhaltigkeit. Anstatt abstrakte Lösungen zu diskutieren, entwickeln die KLU und das KCC gemeinsam Forschungsprojekte, die umsetzbare Erkenntnisse liefern sollen – Forschung, die als Grundlage für konkrete Infrastrukturen, Technologien und politische Maßnahmen dienen soll. Jedes Projekt befasst sich mit einem konkreten Aspekt der Klimaproblematik und trägt dazu bei, dass die Logistik zu einem Motor für bedeutende Veränderungen wird. Mögliche Themen sind klimakompatible Lieferketten, resiliente Logistiksysteme und die Logistik der Energiewende.

Erstes Projekt startet im September
Das erste gemeinsame Doktorandenprojekt wurde bereits definiert und soll im September 2025 beginnen. Unter dem Titel „Operations Research for Logistics in Carbon Dioxide Removal (CDR)” wird das Projekt untersuchen, wie Logistiksysteme die praktische Umsetzung von Technologien zur Kohlenstoffentfernung unterstützen können. Es konzentriert sich auf reale Herausforderungen wie:

•    Identifizierung kostengünstiger und zeiteffizienter Standorte für CDR-Pilotinfrastrukturen
•    Reduzierung der Emissionen in globalen Lieferketten im Zusammenhang mit CDR
•    Entwicklung datengestützter Entscheidungsmodelle für effektive und kollaborative Logistikstrategien

„Dieses Projekt bringt quantitative Forschung in die Praxis! Es geht darum, modernste Modelle zu nutzen und zu erweitern, um komplexe logistische Probleme zu lösen”, sagt Prof. Dr. Arne Heinold (Assistant Professor of Transportation, KLU), der das Projekt gemeinsam mit Dr. Ingrid Schulte (Senior Expert, KCC) leitet. Sie sagt: „Diese Arbeit wird eine entscheidende Wissenslücke im Bereich CDR schließen. Wir müssen parallel zur Entwicklung der Technologien Logistiksysteme für CDR entwerfen, damit die Logistik nicht zu einem Engpass bei der Einführung wird.“

Über das Kuehne Climate Center
Das Kuehne Climate Center wurde 2024 gegründet und konzentriert sich auf die Entwicklung und Umsetzung logistikorientierter Lösungen, die Emissionen reduzieren, CO₂ aus der Atmosphäre entfernen und die Klimaresilienz stärken, um so zu einer gerechten und kohlenstoffarmen Gesellschaft beizutragen. Die Bemühungen des KCC richten sich insbesondere auf Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

Weitere Informationen
Kuehne Climate Center

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