• Kühne Center für Nachhaltige Globalisierung

Veranstaltungen
Presentation in research seminar with Professor Ralph Ossa
07.11.2019
Lund university

Das Kühne Center für Nachhaltige Globalisierung

Die Kühne-Stiftung fördert seit 2018 das Kühne Center for Sustainable Globalisation. Es ist ein Forschungszentrum am Department of Economics an der Universität Zürich. Ziel des Centers ist es, eine führende Rolle in der Diskussion zur wirtschaftlichen Globalisierung zu übernehmen – indem es relevante Forschung betreibt und seine Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich macht. Im Rahmen dieser Förderung bleibt die Lehr- und Forschungsfreiheit der Universität Zürich vollumfänglich gewährleistet.

Den Kern des Centers bildet die Kühne-Stiftungsprofessur für Internationalen Handel. Geleitet wird das Center von Professor Ralph Ossa PhD, einem führenden Experten für Handelspolitik. Seine Forschung umfasst ein breites Spektrum von Fragen zur Ökonomie von Handelskriegen und Handelsverträgen.

Zudem unterstützen am Center Forschende mit ihren Projekten die Mission des Kühne Centers: Auf der Basis von zuverlässigen und fundierten Informationen neue Antworten auf die Herausforderungen des globalen Handels zu geben.

Das Welthandelssystem an einem Wendepunkt
Internationaler Handel hat schon immer für Kontroversen gesorgt, insbesondere in entwickelten Industrienationen. Diese kontroverse Natur des Handels ist nicht überraschend, da Handel einer der entscheidenden Treiber für Veränderung in modernen Volkswirtschaften ist. Die Position eines Landes in einem Handelssystem entscheidet darüber, welche Branchen wachsen oder schrumpfen, ob ein Unternehmen erfolgreich sein oder scheitern wird, welche Beschäftigungsmöglichkeiten sich bieten und welche verschwinden. Damit beeinflusst Handel unmittelbar das Leben vieler Menschen. Die anhaltende Kontroverse hat sich nun in eine Feindseligkeit gewandelt, die das etablierte Welthandelssystem nicht nur in Frage stellt, sondern grundlegend bedroht. Dies zeigt sich am deutlichsten am Beispiel der Vereinigten Staaten deren  handelspolitische Haltung sich radikal geändert hat und in der Folge nun in einem umfassenden Handelskonflikt mit China stehen. Aber es zeigt sich auch in Europa, wo Hunderttausende von Bürgern gegen neue Handelsabkommen demonstrieren, auch wenn diese mit engen Verbündeten, wie z.B. Kanada, abgeschlossen werden.

Globalisierungsdebatte konstruktiv mitgestalten
Das Kühne Center für Nachhaltige Globalisierung geht davon aus, dass die Globalisierungskritik nach mehr verlangt als einer einfachen Rückkehr zum Protektionismus. Sie erfordert ein Umdenken, um sie zu überwinden. Dazu muss das gegenwärtige Welthandelssystem umfassend evaluiert werden, um die richtigen Massnahmen initiieren zu können, die eine nachhaltige Globalisierung sicherstellen.

Die aktuelle Handelspolitik der USA ist umstritten, dennoch ist es notwendig zu hinterfragen, ob die Welthandelsorganisation in der Lage ist, Missbrauch durch grosse Nicht-Marktwirtschaften wirksam zu verhindern. Und was auch immer man von dene massiven Protesten gegen das CETA-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada hält, es ist vernünftig darüber nachzudenken, ob private Investoren das Recht erhalten sollten, demokratische Regierungen direkt zu verklagen.

Solche Fragen werden am Kühne Center gestellt – mit dem Ziel, eine funktionierende, wohlstandsfördernde Globalisierung zu ermöglichen.

nach oben